Seit Januar 2026 bin ich bei der SBB pensioniert! Manchmal spüre ich noch wie mich der minutenschnelle Takt des Berufslebens vorantreiben will. Doch der Druck ist weg. Nicht nur der Druck, sondern auch ein Teil der Erwartungshaltung und das Gefühl, einem Fahrplan nicht zu genügen. Achtsam habe ich mir einige Gedanken gemacht, was jetzt noch bleibt. Was bleibt, wenn mein Kopf weniger mit Beruflichem voll ist? Welche Gedanken, Erinnerungen und Gefühle werden sich melden?
Dankbar zurückschauen
Es bleiben viele positive Erinnerungen, kombiniert mit unzähligen wertvollen Begegnungen während über vierzig Berufsjahren als SBB-Lokführer. Diese Erfahrungen in einem der fortgeschrittensten Bahnsystemen der Welt erlebt zu haben, stimmt mich sehr dankbar … Ich bleibe weiter in der Vereinigung RailHope engagiert, auch über die Landesgrenzen hinaus … Was bleibt sind auch die Kinder, welche uns verraten haben, dass wir bald Großeltern werden … Auch meine Frau und Freunde bleiben. Sie haben über Jahrzehnte dazu beigetragen, dass ich in meiner Berufung, Menschen pastoral zu dienen, wachsen konnte und bereichern noch heute mein Leben … Herzlichen Dank!
Vorwärts freuen
Und nicht zuletzt: Gott bleibt treu! Die Verheißung «Gott bleibt treu, selbst wenn wir untreu sind», basiert auf der Bibel, in 2. Timotheus 2,13. Sie macht deutlich, dass Gottes Treue nicht von menschlichem Verhalten abhängt, da er seinem eigenen Wesen treu bleibt und sich nicht selbst verleugnen kann. Das ist für mich kein Freipass, in der dritten Lebensphase zu tun und lassen was ich will. Aber diese göttliche Konstante der Treue bietet Sicherheit und Halt, auch wenn ich oder Menschen versagen. Gottes Treue schenkt auch Zuversicht und Freude, weil das Beste noch kommt – die Wiederkunft Jesu!
Dieses achtsame Innewerden über Gottes Treue hilft mir, auch im Alter gelassen und weiterhin engagiert zu bleiben.
«Gott bleibt treu, selbst wenn wir untreu sind»
(Die Bibel, 2. Timotheus 2,13)