Philippe Strohmeier ist eine positiv eingestellte Frohnatur, der bei jeder Gelegenheit ein Lied pfeift. Der Familienmensch ist sehr kontaktfreudig und beziehungsorientiert, was ihm in seinem Berufsumfeld als Verkaufer im Bahnreisezentrum zu Gute kommt. Seit er Jesus gefunden hat, ist er zudem den Menschen gegenuber viel offener geworden.
Bähnler-Karriere
Philippe absolvierte die damals noch existierende zweijährige Verkehrsschule von 1987 bis 1989, um später eine Karriere bei der Bahn einzuschlagen. Deshalb konnte seine anschließende Lehre zum Betriebsdisponent bei der SBB auf zwei Jahre verkürzt werden (1989 – 1991). Nach der Lehre arbeitete er im Raum Luzern unter anderem in Dagmersellen oder Nebikon. 1997 machte er anlässlich seines Sprachaufenthalts in Neuchâtel in der Westschweiz Ablösungen an zwölf verschiedenen Bahnhöfen. Anschließend bewarb er sich in Laufen als Betriebsdisponent. Damals gehörte auch die Bedienung des Stellwerks noch zu diesem Job. In Laufen war das Stellwerk noch rein mechanisch mit Seilzügen betrieben. Berufsbegleitend ließ er sich an der Reisefachschule in Aarau zum Reiseverkäufer ausbilden. Seither arbeitet er in den Bahnhöfen Laufen, Dornach, Liestal und am Bahnreisezentrum in Basel im Verkauf.
Einblick ins Leben
Philippe wuchs in einem christlichen Elternhaus auf. Obwohl die Familie regelmäßig den Gottesdienst in der Kirche besuchte, hatte er damals noch keinen persönlichen Bezug dazu. Durch einen Bike-Unfall im September 2018 brach er sich seine Schulter, was eine mehrmonatige Auszeit zur Folge hatte, in welcher er viel Zeit hatte, sich den wesentlichen Fragen des Lebens zu stellen. In dieser Zeit besuchte er in Basel «Life on Stage», ein Musical, welches auf wahren Lebensgeschichten beruht. Dort gab es einen Aufruf: Bei einem aufgestellten Kreuz konnte man Jesus, der sein Leben für uns hingab, als seinen persönlichen Retter annehmen. Philippe tat dies. Er bekam auch eine Bibel geschenkt, welche von nun an plötzlich sehr lebendig zu ihm sprach, denn bisher war die Bibel für ihn nur ein Buch welches im Bücherregal verstaubte. Am Morgen, bevor der Tag richtig losgeht, zur Ruhe zu kommen, mit Gott zu reden und über Worte aus der Bibel nachzudenken, hilft ihm jeweils fokussiert in den Tag zu starten. Seither lebt er viel bewusster und sinnorientiert, wurde frei von einer Sucht, wurde offener gegenüber Menschen und konnte viele Vorurteile, welche er ihnen gegenüber hatte, ablegen. Seit 27 Jahren ist er, wie er selber sagt, mit seinem persönlichen «Engel» Angela verheiratet. Ihnen wurden zwei Söhne, 23 + 21 Jahre und eine Tochter, 17 Jahre, geschenkt. Das Haus der Familie befindet sich im solothurnischen Meltingen, neun km von Laufen entfernt.
Prägende Erlebnisse
Bei einem seiner Ausflüge auf den Hausberg erlebte er intensiv und ganz persönlich Gottes Präsenz. Seit diesem Erlebnis weiß er, dass Gott immer in jeder Situation unmittelbar bei ihm ist, was ihn begeistert. Trotz dieser Begeisterung möchte er niemals jemanden zu etwas drängen, und allen Menschen die Freiheit in Glaubensfragen lassen. Manchmal merken wir erst hinterher, dass Gott uns in allen unseren Lebenssituationen führt. So machte Philippe eines Tages in Dornach nicht zu seiner gewohnten Zeit Pause, weil er einen Spitalbesuch eingeplant hatte. Da stand eine Frau im Gleis des Bahnhofs. Er merkte, dass da etwas nicht stimmte, lief ihr nach und rief: «Hallo!», worauf sie sofort das Gleis verließ und sich zu ihm begab. «Ich glaube, Sie benötigen Hilfe!», sprach er sie an, worauf die Frau augenblicklich zu weinen begann. Im Verlauf des Gesprächs bot er ihr an, sie zum Spital mitzunehmen, welches einen Sozialdienst anbietet. Das wollte sie nicht, aber versprach ihm, unmittelbar eine gute Freundin anzurufen, um sich Hilfe zu holen. Er gab ihr noch ein kleines Kärtchen mit auf den Weg, auf dem stand: «Du bist nicht allein».
Interessen und Hobbies
Philippe ist sehr gerne draussen in der Natur – ein kontaktfreudiger Mensch, der gerne Bike-Touren mit Freunden unternimmt. Auch sein Blasinstrument, ein ES-Horn bereitet ihm viel Freude.
In meinem Berufsalltag gefällt mir besonders …
der Kontakt zu Kolleginnen und Kollegen und die Begegnungen mit der Kundschaft.
Wenn ich bei der Bahn etwas andern könnte …
dann würde ich schauen, dass das Rauchverbot in Nichtraucherbereichen konsequenter durchgesetzt wird.
Darüber habe ich mich kürzlich sehr gefreut …
Ich erlebte ein tolle Bike Tour mit guten Freunden
Angst macht mir …
dass die Menschen trotz der heutigen digitalen Möglichkeiten und Künstlicher Intelligenz immer einsamer werden, anstatt in Beziehungen und in die Liebe zu investieren. Als Folge davon nimmt die Respektlosigkeit gegenüber anderen zu.
Ein Bibelvers der mir sehr viel bedeutet ist …
Psalm 16,11: Du zeigst mir den Weg, der zum Leben führt. Du beschenkst mich mit Freude, denn du bist bei mir; aus deiner Hand empfange ich unendliches Glück.
RailHope bedeutet für mich …
mit gleichgesinnten Freunden unterwegs zu sein